Dienstag, 5. Dezember 2017

[ #eText ] Das Werden der Österreichischen Nationalbank

Die Geschichte vom Anfang und "Ende".

Als integraler Bestandteil des Eurosystems besteht eine wesentliche Aufgabe der Österreichischen Nationalbank (OeNB) in der operativen Umsetzung der Geldpolitik in Österreich.  Das war nicht immer "nur" so.

Ein Anfang. Der Gründung der Nationalbank war fast ein halbes Jahrhundert an Experimenten der Habsburger mit der Emission von Papiergeld vorangegangen. Schon im 18. Jahrhundert war die Ausgabe von Banknoten einem Institut übertragen worden, in das die Geschäftswelt gerade deshalb Vertrauen hatte, weil die Staatsführung keinen direkten Zugriff auf dessen Gebarung hatte. Die erste Ausgabe von sogenannten „Bancozetteln“ erfolgte schließlich 1762 durch die bereits 1705 gegründete Wiener Stadtbank.

  • 1816–1818 Zeit der Gründung und des Provisoriums
  • 1818-1878 Die privilegierte oesterreichische National-Bank
  • 1878-1922 Die Oesterreichisch-ungarische Bank
  • 1922-1938 Die Oesterreichische Nationalbank in der Ersten Republik
  • 1938-1945 Die Notenbank im Dritten Reich
  • 1945-1998 Die Oesterreichische Nationalbank in der Zweiten Republik
  • seit 1999 Die Oesterreichische Nationalbank als Teil des Europäischen Systems der Zentralbanken

Ein Ende. Der Eintritt Österreichs in die dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion hat die Rahmenbedingungen für die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) grundlegend verändert. Mit der Einführung des Euro als Buchgeld am 1. Jänner 1999 und der damit verbundenen geldpolitischen Architektur sind die Rollen der beteiligten europäischen Zentralbanken neu definiert worden. Maßgeblich sind nunmehr die rechtlichen Bestimmungen des Vertrages über die Europäische Union (EUV) und des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV).


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